3-6-Konsekutive, 6-3-Konsekutive, 8-3-Konsekutive

Einführung

In den kommenden Übungen wird die Terz als Ausgangspunkt genommen, um einfache kleine Sequenzmodelle zu erarbeiten. 


Exemplarisch werden an dieser Stelle die 3-6-Konsekutive und ihre Umkehrung, die 6-3-Konsekutive vorgestellt.

Es handelt sich um kurze, einfache Modelle, die zugleich aber satztechnisch komplex-multidimensional herleitbar sind.

 

Im Folgenden wird der Aufbau dieser Modelle anhand von kurzen Notenbeispielen dargestellt.

 

Als Ausgangspunkt werden zwei Stimmen in parallelen Terzen abwärts geführt:

Die Oberstimme wird mittels Superjectio figuriert:

Die Unterstimme wird mittels Subsumtio figuriert:

Die beiden figurierten Stimmen werden kombiniert:

Vertikal betrachtet, entsteht eine Konsekutivkette aus Terzen und Sexten (3-6- Konsekutive):

In der horizontalen Betrachtung wird eine kanonische Terzstruktur sichtbar.

Ebenso ist eine kanonische Sekundstruktur zu beobachten:

Die 3-6-Konsekutive...

...ist auch in ihrer Umkehrung anwendbar. Es entsteht die 6-3-Konsekutive:

Bei der 6-3-Konsekutive steht nicht mehr die Terz, sondern deren Umkehrung - die Sexte - im Mittelpunkt.

Die folgenden Übungen der zwei Konsekutivketten lassen sich prinzipiell sowohl auf beide Hände verteilt als auch einhändig ausführen. 


Die einhändige Ausführung ist zugleich technisch anspruchsvoller, aber auch grifftechnisch und optisch übersichtlicher und erleichtert dadurch das Verständnis der satztechnischen Abläufe.

Übt man beide Hände einzeln, lässt sich das Modell sogar zu schönen, vierstimmigen Varianten im Doppelkanon zusammensetzen:

Übung